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Aktuelles 2017


Vortrag Kirche und Friedhof Königsbach in der Festhalle - 07.05.2017
Einen Ausflug in die Welt der Heraldik, der Ritter, Wappen und Wappenschilde machten am Sonntag die Besucher unseres zweiten Vortrages Kirche und Friedhof. Damit erläuterte die Vorsitzende die Grabsteine an der Südmauer der Kirche, die über sehr viele Wappen - mal mehr, mal weniger gut erkennbar - verfügen. Doch die komplizierte Heraldik hilft bei der Bestimmung von Namen und Herkunft der bestatteten Personen.
Es ist dem Freundeskreis gelungen, ein Gemälde der hier begrabenen Maria Helena von Saint André geborene Freiin v. Crailsheim zu recherchieren. Noch nie wurde dieses Bild öffentlich gezeigt und in Verbindung mit der Grabplatte in Königsbach gebracht. So bleibt von der in der Kirche beerdigten Freiin nicht nur der Stein an der Südwand, sondern auch das Antlitz der Nachwelt erhalten.
Es wurden nicht nur Steine, Inschriften und Wappen erläutert, wo möglich folgte eine kurze Vita der Personen und ihre Verbindung zu unserem Ort. So z.B. bei Raphael von Helmstatt, der laut Stamm-Tafeln des Adels im Großherzogtum Baden die älteste Tochter des Erasmus von Venningen heiratete und so seinen Weg hierher fand. Oder Bernhard Stumpf von Waldeck, der aus dem in Hessen begüterten Geschlecht, genauer gesagt von Lorch im Rheingau stammte. Nach intensiven Recherchen entdeckte der Freundeskreis die Verbindung: Stumpf von Waldeck war mit einer Enkelin eines von Venningen verheiratet.
Ein dringender Apell wurde an Gemeinde und Kirche gerichtet, die Grabplatten an der Südwand doch besser vor Umwelteinflüssen zu schützen. Vergleichsbilder zeigen, dass Regen und Witterung die Platten immer weniger erkennbar machen und die Schönheit der kunsthistorisch wertvollen Grabsteine den nachfolgenden Generationen verlorengeht.
Viele Jahre nach Abriss der im 30jährigen Krieg zerstörten Gaden und Kerr lies Ernst Philipp Freiherr von Saint André (1756–1830) südlich der Kirche, die Begräbnisstätte der herrschaftlichen Familie anlegen. Dem vorangegangen war das Verbot von Kirchenbeerdigungen von Seiten des Markgrafen. 1812 starb Ernst Philipps letzt­geborene Tochter Wilhelmine Charlotte im Alter von 4 Jahren. Für sie musste der Schlossherr die erste Grabstätte im ein Jahr zuvor gebauten Familienfriedhof errichten. Zwei Grabsteine waren ursprünglich nicht im "Baronfriedhof". Der stark verwitterte Grabstein eines Onkels des Erasmus von Venningen, und damit das älteste Zeugnis für die ehemals Venningen'sche Herrschaft in Königsbach und der Grabstein des Knechtes Johann Daniel Kern. Dieser Grabstein stand lange Zeit auf dem Gemeindefriedhof nahe der Friedhofsquelle, doch Friedhofsbesucher nutzten den Stein, um ihre Gießkannen abzustellen. Als die freiherrliche Familie diese unwürdige Behandlung entdeckte, stellten sie den Grabstein des treuen Dieners in ihrem Familienfriedhof auf.


ochsengespannGut besucht war am Dienstag, 07.03. die katholische Kirche in Stein zum Seniorennachmittag. Der Freundeskreis war dazu eingeladen, um einen Bildervortrag "Stein damals und heute" zu zeigen. Nach einer kleinen Stärkung an der liebevoll gedeckten Kaffeetafel begann der Freundeskreis mit einer kurzen Einführung in die Frühgeschichte Steins, der Entstehungsgeschichte des Ortes, dem Wollhandel im Mittelalter bis zur fast völligen Entvölkerung um 1689, als im Bürgerverzeichnis Steins nur noch rund 24 männliche Bürger verzeichnet waren.

Auch der Landwirtschaft, dem Handwerk und dem häuslichen Arbeiten ab ca. 1880 war ein Teil des Vortrages gewidmet, so. z.B. der Tabakanbau, Brotbacken, Einbringen von Welschkorn und die Ziegelei. Der letzte Teil befasste sich mit verschwunden Gebäuden und Impressionen aus dem Ort. Da wurden manche Erinnerungen bei den Anwesenden wach.

Fuhrwerk auf der Keltenstraße. Ganz rechts der damalige Totengräber Heinrich Kaucher, in der Mitte sein Sohn. Bemerkenswert der große Holzstabel am Gebäude hinten und die "Grenne" (Rinne) vorne links.  (FKSG-03624 Foto: Dieter Schroth)

14.03.2017 | Susanne.


2017 01 25 Fototreff

Bericht aus dem Fototreff am 24.01., Thema waren die Königsbacher "Siedlungen", Hohlweg und Schafweg sowie die Dammbrücke. Anhand von Zeitungsausschnitten und Historischen Postkarten konnte die Entstehungsgeschichte der Siedlungen nach dem 2. WK nachvollzogen werden. Treffbesucher, die ihre Kindheit in den Siedlungen (Goethe-, Greiner- und Schillerstraße) verbracht hatten, erzählten von ihren Erlebnissen. Wir erfuhren von Schwierigkeiten mit Grundwasser während und nach dem Bau, von der Namensfindung der Siedlung "ober den Bilfinger Weg", bei der sich der Name Schillerstraße, gegenüber Olgastraße (nach Olga-Marie, Freifrau von Gemmingen-St. André) und Friedenstraße durchgesetzt hat.
Zu unserer Freude brachten die Besucher viele Fotos mit, z.B. von der Einweihung der Greinerstraße, dabei auch eines der Baronin Olga und ihrem Gatten, Bilder vom Schafweg sowie Hochzeitsbilder für unsere Ausstellung im Herbst.
Die anwesenden Damen berichteten von ihren Ängsten in der Kinder- und Jugendzeit, wenn sie bei Dunkelheit durch den gefürchteten Hohlweg gehen mussten. Und die Dammbrücke war ursprünglich nur mit Holzbohlen belegt und nur für eine Gesamtlast von 5,5 t zugelassen. Das hatte zur Folge, dass Busse vor der Brücke anhielten und die Passagiere aussteigen ließen um die Dammbrücke zu Fuß zu überqueren. Der Bus fuhr dann leer über die Brücke, nahm auf der anderen Seite die Menschen wieder auf und fuhr weiter. 1955 wurde die Brücke erneuert. Diese Erzählungen und Berichte von Zeitzeugen machen die Fototreffs für uns sehr interessant.

26.01.2017 | Susanne.

 


Aktuelles 2016


OB KW39 spende vb

Spende für das Vereinshäusle bringt historische Verbindung zwischen Volksbank Stein-Eisingen und dem Freundeskreis zu Tage.

Ein Spenden-Scheck der Volksbank Stein-Eisingen in Höhe von 400,- Euro für die Renovierung des Vereinshauses durfte der Freundeskreis Königsbach-Steiner Geschichte am Donnerstag, 15. September durch Marktleiter Michael Schäfer in Empfang nehmen.
Die Anfänge des ehemaligen Steiner Kindergartens liegen weit zurück. 1859 wurde in der ev. Kirche, angeregt durch die innere Mission, Geld für die Errichtung eines Kindergartens gesammelt. Aber die 33 Gulden und 15 Kreuzer, die zusammenkamen, reichten bei weitem nicht aus. Der großherzogliche Bezirksförster Metzger wurde alsbald zum ersten Vorstand des Steiner Kindergartenvereins berufen und stellte ein Zimmer im Erdgeschoss des Forsthauses als Kinderschulsaal zur Verfügung. 1966 wurde schließlich von der Gemeinde ein Stück des Kelterplatzes am Südausgang des Pfarrgartens gekauft und darauf ein eigenes Häusle als "Kleinkinderverwahranstalt" gebaut.
"Nicht nur diese historische Verbindung zum heutigen Volksbankgebäude in Stein hat uns angeregt, den Freundeskreis zu helfen" so Marktleiter Michael Schäfer "grundsätzlich ist die Erhaltung historischer Gebäude eine Unterstützung wert. Und zu wem passt dieses kleine Häusle besser als zu einem Geschichtsverein?"

Beim anschließenden Rundgang erklärte die Vorsitzende des Vereins, Susanne Kaiser-Asoronye, die geplante Nutzung und  weitere Vorhaben bei der Renovierung. So werden z.B. die historischen "Plumpsklos" zur Besichtigung hergerichtet, sogar ein hölzerner "Toilettensitz-Kasten" wird nach altem Vorbild wieder hergestellt. "Es ist wichtig, auch diese alltäglichen Dinge zu erhalten." meint Kaiser-Asoronye. "Wir haben während des Sommerferienprogramms das Erstaunen der Kinder bei der Besichtigung erlebt. Die konnten sich gar nicht vorstellen, dass so einmal die Toiletten ausgesehen haben." Eine große Renovierungsleistung wird durch Vereinsmitglieder ehrenamtlich erbracht, dennoch ist der finanzielle Aufwand für Material und Einrichtung nicht unerheblich. Nicht zuletzt deswegen ist der Freundeskreis Königsbach-Steiner Geschichte für die Unterstützung durch die Volksbank Stein-Eisingen sehr dankbar.


OB KW36 spende

Eine Spende für das neue Freundeskreis-Vereinshäusle.

Ein Spenden-Scheck der Sparkasse Pforzheim-Calw in Höhe von 500,- Euro konnte der Freundeskreis Königsbach-Steiner Geschichte am Dienstag durch Filialdirektor Rudi Schnieber (Königsbach) und Geschäftsstellenleiter Andreas Schilling (Stein) in Empfang nehmen. Auf den Geschichtsverein, der seit Frühjahr mit viel Engagement den "historischen Kindergarten" in der Mühlstraße in Stein renoviert, kamen nicht vorhersehbare Ausgaben in der Elektro-Installation zu. Beim Entfernen der Wandvertäfelung im Häusle traten freiliegende Stromleitungen zu Tage. Dies bedeutete den Umbau der Elektro-Installation im gesamten Häusle (Sicherungskasten, FI-Einbau etc.), für die aus Sicherheitsgründen eine Fachfirma zu beauftragen war.

"In diesem Falle war es uns ein Anliegen, den Freundeskreis zu unterstützen." so Rudi Schnieber "Der Verein leistet wertvolle Arbeit in der Heimatforschung, das gewinnt in unserer globalisierten Welt immer mehr an Bedeutung." Auch Andreas Schilling, selbst sehr geschichtsinteressiert, war nach einem Rundgang von den weiteren Plänen und Vorhaben im neuen Vereinsheim begeistert. Die Vorsitzende des Vereins, Susanne Kaiser-Asoronye, präsentierte unter anderem die Vereinsdatenbank mit inzwischen fast viereinhalbtausend Datensätzen, vorwiegend historische Fotos und Grundlage für Kalender, Vorträge und die Forschungsarbeit. Auch das aktuelle Projekt "Kirche und Friedhof" wurde vorgestellt.

"Wir sind der Sparkasse Pforzheim-Calw für die Spende sehr dankbar," so die Vorsitzende, "denn jeder Euro, den wir für das Vereinsheim aufwenden, fehlt uns dann in der Realisation unseres Projektes und in der Heimatforschung. Diese macht zwar Spaß und ist interessant, aber auch zeitintensiv und oft kostspielig. Dass unser Freundeskreis nun eine schöne, historische Bleibe hat und so viel Unterstützung erfährt, ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich."


00791 oblattDiese Übersicht (vor 1940) zeigt einen Teil von Königsbach.
1. Ein nicht mehr existierendes Wirtschaftsgebäude der Schloßanlage. 2. Der grüne Baum, später Otero, heute Epple. 3. Der Schornstein der Bäckerei Kratt, 4. Bahnhofstraße, rechts die Wedde, 5. Haus Ankerstraße 2, 6. Ehem. Scheune von Walter Schwender, 7. Ehem. Kolonialwarenladen Kaufmann & Deuring, 8. Gasthaus Ochsen, 9. Apotheke Böhringer, 10. Rathaus, dahinter die Milchzentrale 11. Handelshaus der jüdischen Familie Dreifuss, 12. Gebäude der Sparkasse, früher jüdischer Pferdehändler Kilsheimer. Zu diesem Wirtschaftsgebäude gehörte ursprünglich die Scheune. 13. DAS MÜSSTE DIE GESUCHTE SCHEUNE SEIN, in dem wir das eingemauerte Maßwerk vermuten.


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Aus dem Arbeitskreis Recherche:
Im Buch "Kunstdenkmäler Badens" von Lacroix aus dem Jahr 1938 ist die Kirche von Königsbach kurz beschrieben. Es heißt dort: "Pfarrkirche. Evangelisch. Ursprünglicher Titel: St. Marien. – Erste Erwähnung 1295; offenbar damals schon Pfarrkirche. ( … ) Ob die zuerst 1295 erwähnte Kirche schon an der Stelle der heutigen lag, ist zweifelhaft, weil der jetzige Kirchturm an der Südwestecke  ( … ) ursprünglich ein Wehrturm ohne Eingangsöffnung zur ebenen Erde war und offenbar erst im 15. Jh. mit der Schaffung des Eingangs zum Schiff hin ( … ) als Kirchturm Verwendung fand." Eine Notiz von 1472 jedoch setzt die gleiche Lage der Kirche, oder zumindest die unmittelbare Nähe dazu voraus. Im Buch heißt es weiter: "ein in der Kronenstraße vermauertes, schlichtes zweiteiliges Maßwerk könnte von dem 1295 genannten Bau stammen."
Die Suche nach dem Maßwerk führte uns zu dem abgebildeten Foto des Landesamt für Denkmalpflege aus dem Jahr 1934. Darauf ist deutlich das dreiteilige, eingemauerte Maßwerk zu sehen, ca. einen Meter über einem zugemauerten (Keller-)Fenster bzw. Öffnung. Die Wand ist mit Stein gemauert, ohne erkennbares Fachwerk, was ausschließt, dass die zum Anwesen der Ankerstraße 2 gehörende Scheune gemeint ist. Eine weitere frühere Scheune in der Kronenstraße kommt laut Walter Schwender ebenfalls nicht in Frage. Er hatte diese selbst abgerissen, das Maßwerk war darin nicht verbaut.
Auf der gegenüberliegenden Seite stand ebenfalls ein Scheunengebäude, das zum Besitz des Pferdehändlers Kilsheimer gehörte (heutiges Sparkassengebäude), und 1956 dem Haus/Praxis des Zahnarztes Richter weichen musste. Leider haben wir von dieser Scheune keine Abbildung. Kann hier jemand helfen? Gibt es Fotos/Gemälde oder Ähnliches von der Kronenstraße, auf der diese Scheune mit abgebildet ist? Oder kann sich jemand an das verbaute Maßwerk erinnern? Infos bitte an 06201 8728730 oder unter kontakt@freundeskreis-geschichte.de

Das Foto von 1943 zeigt das erwähnte Maßwerk, das in der Kronenstraße verbaut sein soll. Wir teilen allerdings nicht die Meinung von Lacroix, es könne sich um ein Teil der ersten Kirche handeln. Der Ausgestaltung nach kann es nicht ins 13. Jh. gehören, es ist nicht hochmittelalterlich. Das Maßwerk passt eher in die Zeit zwischen 1580 und 1640. Wir vermuten, dass es ein Chorfenster war, das beim Wiederaufbau der Kirche nach der Zerstörung 1622 in den Chor eingebaut und bei der Renovierung 1725 wieder entfernt wurde. Dies würde zur mutmaßlichen Errichtungszeit der Scheune passen.


Samstag, 23. April 2016 | Renovierungsarbeiten am Häusle
Am Samstag trafen wir uns nochmals im neuen Vereinsheim. Dieses Mal konzentrierten sich die Arbeiten auf den Küchenraum, auf Schlitze klopfen und Wand verputzen. Den Sanitärbereich hatten unsere fleißigen Männer schon zuvor gestrichen und nach Beendigung der Wandarbeiten können zeitnah Fliesen verlegt werden. Die ersten Schränke und Geräte für die Küche sind intensiv gereinigt und warten auf den Einbau.
Unser Bürgermeister, Herr Heiko Genthner, überraschte uns mit einem kurzen Besuch. Bei einem Rundgang durch die Räume konnte er sich vom Fortschritt unserer Arbeit und der zukünftigen Nutzung der Räume ein Bild machen. Die "Visite" hat uns gefreut, zeigt sie doch auch die gegenseitige Wertschätzung.
An diesem Samstag durften sich die Helfer wieder über eine Spende der Bäckerei Bräuer freuen. Brezeln, Weckle und Brot waren ideal zu Monis Kartoffelsuppe und die Hefestücke zum Kaffee waren sehr sehr lecker. Es zeichnet die Bäckerei Bräuer aus, auf diese Weise den Verein und die fleißigen Helfer zu unterstützen – und wir sagen ein herzliches Danke sehr dafür.


12998671 530541347129285 9138806274081029575 nEine ganz große Freude machte uns Kerstin Kraus bzw. die Bäckerei Bräuer in Königsbach. Mit dem Ausspruch "Wer so hart arbeitet hat auch eine Belohnung verdient" hat die Bäckerei alles, was am Samstag nicht verkauft wurde, den fleißigen Helfern des Freundeskreis gespendet. Und das war sooooo lecker. Tolles Brot, leckere Hefestücke, feines Baguette ... ein wirklich feiner Zug und eine tolle Unterstützung unseres Vereins. Ein ganz herzliches DANKESCHÖN dafür an die Bäckerei Bräuer.


collageSamstag, 16. April 2016 | Renovier- und Putzaktion im neuen Vereins-Häusle.
Treffen war um 9:30 beim Häusle, wo eine kurze Lagebesprechung stattfand. Ein Teil des Teams hat sich das Dachgeschoß vorgenommen, dort geputzt und gewienert und die Möbel auf Vordermann gebracht, die zuvor mit vereinter Kraft nach oben getragen wurden. Das war keine leichte Aufgabe, denn die Treppe ist sehr schmal und steil. Das Dachgeschoß ist jetzt allerdings soweit eingerichtet, dass zukünftig unsere Treffen des Arbeitskreis Recherche dort abgehalten werden können.
Währenddessen wurden im Erdgeschoß Kabel verlegt, Schlitze geklopft und der Putz in der Küche teilweise entfernt. Ein Dank geht an alle, die mitgeholfen haben. Ihr seid echt klasse. Und ein Dank auch an die Gemeinde und die Firma Nagel, die kurzfristig noch für den Einbau der Sanitäranlage gesorgt hat.


Aktuelles 2015


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Die größte Freude in diesem Jahr machte uns die Gemeindeverwaltung Königsbach-Stein. Nachdem wir die Gemeinde schon seit Jahren erfolglos um einen Vereinsraum ersuchten, teilte uns diese vor einigen Wochen mit, dass sie uns das so genannte „AB-Häuschen“ in der Mühlstraße im Ortsteil Stein zur Verfügung stellt. Endlich haben wir Raum für Unterlagen und Bücher und vor allem können dort Vorstands-Sitzungen und Treffen des Arbeits­kreises abgehalten werden. Sogar kleinere Vorträge, Ausstellungen und Veranstaltungen sind möglich. Die Ent­scheidung der Gemeinde hat uns gefreut und zeigt uns, dass unsere Arbeit in der Heimatforschung geschätzt und anerkannt wird. Dafür danken wir herzlich – das historische Häuschen passt zu uns und zu unseren Vorhaben.
Natürlich sind vor einem Einzug im Frühjahr am neuen Vereinstreff einige Reno­vie­rungs­arbeiten im rund 90 qm umfassenden, 1860 erbauten Häuschen notwendig. Die größeren Reparaturen werden zur Zeit von der Gemeinde erledigt, bevor uns das Häuschen übergeben wird. Wir haben z.B. vor, den Raum im 1. Obergeschoß zu isolieren, damit die im nicht klima­tisierten, unbeheizten Raum zu lagernden Vereins­gegen­stände keinen Schaden nehmen. Auch sind umfangreiche Malerarbeiten zu leisten. Wir möchten doch, dass das Heim gemütlich und einladend wird.
Ein Mann aus Langenbrand/Dobel, hat uns eine zwar gebrauchte, aber intakte und solide Einbauküche geschenkt. Drei unserer Arbeitskreis-Mitglieder haben diese am letzten Samstag abgeholt (danke für den Kraftakt) und im AB-Häuschen gelagert. Sie muss für unsere Vereinsheimküche angepasst und umgebaut werden.
Wann genau das Häuschen übergeben wird und wir starten können, ist noch nicht bekannt. Wir bitten alle unsere Mitglieder, soweit möglich, den Verein auch hierbei zu unterstützen, sei es durch tatkräftige Mithilfe bei den Arbeiten und Aufbauten oder durch Sachspenden (wir benötigen noch einige Dinge, z.B. Möbel und ein Spiegel für die Toilette, Regale für das Lager, einen großen Briefkasten, div. Geschirr für die Küche, Hand- und Geschirrtücher, etc). Oder möchten Sie den Verein durch eine Geldspende unterstützen? Es kommen einige Ausgaben für die Reno­vie­rung (Farbe, Werkzeug, Sicherung der Fenster etc) und Einrichtung (Klapptische, Stapelstühle) auf uns zu, für die wir nur ungern das für die Projekte vorgesehene Geld einsetzen würden. Für die Renovierungsarbeit werden wir evtl. ein kleines Orga-Team bilden. Bis dahin steht für Fragen/Absprache die Vorsitzende jederzeit zur Verfügung.


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Am 24.09. waren wir auf dem Friedhof, um für unser Projekt "Kirche und Friedhof Königsbach" zu fotografieren. 

Wie beschwerlich das war, zeigt dieses Foto. Zu zweit (!) mussten wir das Gebüsch vor der Grabplatte bändigen, damit der Uwe und der Peter ein gutes Foto vom Gedenkstein der "von Mohls" machen konnten. (Bild links).

Und wenn wir unseren Gert nicht hätten ... Bei der Fotographie des Epitaphs der St. André in der Königsbacher Kirche war er schon erfindungsreich. Eine Lampe, die von der Decke hing war im Blickfeld. Eine gute Fotografie des Denkmals nicht möglich. Was tun? Unser Gert holte schnell einen selbstgebastelten Astschneider ... und zog damit die Lampe aus dem Focus. (Gott sei Dank hat er sie nicht abgeschnitten). Der Blick auf das Epitaph war frei. Übrigens: Das rechte 1661/68 gefertigte Epitaph ist dem Andenken von Daniel Rollin von St. André und seiner Frau Lukretia (geb. von Beckermannt) gewidmet. (Bild rechts). Danke Peter für die Fotos. Alle Fotos vom Fotoshooting finden Sie unter hier in der Fotogalerie.


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Am 24.09. waren ein paar Mitglieder des Arbeitskreises auf dem Friedhof und in der Kirche von Königsbach. Wir haben für unser neues Projekt viele tolle Bilder gemacht und der Gert hat sich sogar als Grabschänder herausgetan (naja, mal ehrlich, er hat lediglich einen alten Grabstein auf dem Baronfriedhof vom Gestrüpp befreit, damit wir ihn haben aufnehmen können). Unser Baron, Freiherr Achim von St. André hat uns den Schlüssel für den (nomalerweise nicht öffentlichen) edelmännischen Friedhof gegeben. Dafür unseren herzlichen Dank. Unser Arbeitskreis Recherche ist schon mitten drin im Projekt . . . es macht viel Spaß und es wird spannend.

Inzwischen haben wir den unkenntlichen Grabstein auf dem Baronfriedhof identifiziert. War gar nicht sooo einfach. Aber dafür sind wir ja da (um ehrlich zu sein, war es eine Frage gründlicher Recherche, wir haben ihn natürlich nicht selbst entziffern können). Also: Hier ist das Ergebnis:
Grabstein eines Mitgliedes der Familie von Venningen. Innen an der Ostseite des St. Andréschen Familienbegräbnisses. Platte aus grauem Sandstein (Fragment). Im eingetieften Mittelfeld Vollwappen und 4 Eckwappen. Umschrift auf Leiste. Das untere Viertes des Steines mit 2 Eckwappen fehlt, der Stein stark abgewittert.
H. 155, B. 97,5, Bu 5,5-6 m. - Gotische Minuskel.
Anno D(omi)ni m ccccc[...] vff den | vii tag des Heymon in der nacht der xij stun[d]
Starb [......] / [...................] / [.....] dessen seln got gnedig syn wolle
Wappen: Venningen; unekenntlich, Bebenburg.
Der Name des Bestatteten ist nicht erhalten. Nach Ausweis des (heraldisch) linken oberen Eckwappens war seine Mutter eine Bebenburg. Dann käme nur ein Sohn aus der Ehe des Hans von Venningen aus Zuzenhausen mit Katharina von Bebenburg in Frage (vgl. DI. XII (Heidelberg) nr. 155 († 1496), ein Bruder des badischen Landeshofmeisters Conrad von Venningen (Dazu DI. XVI (Mannheim-Sinsheim) nr. 325 - Humbracht Taf 142). Da die Familie von Venningen seit 1518 in Königsbach begütert war (7/12 des Besitzes als brandenburgisches Lehen), dürfte der Rest dieses Grabsteines das älteste Zeugnis für die ehemals Venningen'sche Herrschaft in Königsbach sein.


Am 06.08. fand das erste Treffen des Arbeitskreis "Recherche"statt, wenn auch urlaubsbedingt in etwas kleinerem Rahmen wir geplant. Hauptthema war die Vorgehens- und Arbeitsweise bei der Recherche und die Vorstellung erster konzeptionellen Ansätze für das neue Projekt "Kirche und Friedhof Königsbach". Konkrete Projektarbeit leisteten wir am Kalender 2016, der bis auf einige kleinere Textrecherchen fertig ist und bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Das nächste Treffen des Arbeitskreis findet am Donnerstag, 20.08. statt. Alle Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.

Eine weitere, gute Nachricht brachte die erste Vorsitzende mit, denn es ist dem Freundeskreis gelungen, alle digitalen Bilddaten von Königsbach und Stein vom Landesamt für Denkmalkunde, Amtssitz Karlsruhe zu bekommen. Unter den fast 400 Bilddaten sind viele Ortsansichten und Fotos, die noch nie veröffentlicht wurden und die nun Aufnahme in die Datenbank des FKSG finden.

Des Weiteren wurde uns ein Fotoalbum zur Verfügung gestellt, der viele historische Bilder enthält und für den Arbeitskreis sehr wertvoll ist – besonders die Aufnahmen von Friedhof und Kirche. Herzlichen Dank dafür.
Wie Sie sehen, ist der Freundeskreis darauf angewiesen, Bilder und Fotos von Königsbachern oder Steiner zu bekommen. Viele Alben, Fotos und Dokumente werden z.B. bei der Sichtung von Nachlässen entsorgt oder finden Ihren Weg raus aus unserem Ort. Hier unsere Bitte: Stellen Sie diese Dinge doch bitte dem Freundeskreis zur Verfügung. Wir scannen die Fotos etc. professionell ein oder fotografieren die Bilder ab. Die Originale gehen unbeschadet wieder zum Besitzer zurück. Bilder sind für uns bis in die 70er, 80er Jahre interessant, besonders im Hinblick auf den zu erstellenden Bildband von Königsbach.

12.08.2015 | Susanne.


 

Der Beitrag über Lina Kast ist im SWR4 | Badenradio online. swr4
Das Interview entstand kurz vor der Ausstellung Lina Kast.
Wer die Aufzeichnung hören möchte, hier ist der Link.

12.03.2015 | Susanne.


Heute ist ein wunderbarer, ausführlicher Artikel in der Pforzheimer Zeitung. Danke, PZ für diesen Abdruck. Eine verkürzte Ausgabe findet sich hier in den PZ-News.

27.02.2015 | Susanne.


 

daserstebuch

ENDLICH! Das Buch wurde nun druckfrisch auf Palette angeliefert. Voilá. Hier ist es. Wir sind alle begeistert.

Wer eines haben möchte und über das Leben und die Werke Kasts lesen möchte, kann es am Sonntag, 1. März 2015 auf der dazu gehörenden Ausstellung für 14,80 Euro erwerben. Wer es zugeschickt haben möchte, kann es hier zzgl. Verpackung und Versand bestellen.

EIN STÜCK HEIMAT. Lina Kast. Leben | Gedichte | Zeichnungen.
Taschenbuch: 116 Seiten | Format: 210 x 210 mm
Verlag: vianova Werbung und Verlag (20. Februar 2015)
ISBN-10: 3980746739 | ISBN-13: 978-3980746731
Preis: 14,80 Euro zzgl. 1,50 Versand

25.02.2015 | Susanne.


Die Spannung steigt ... übermorgen, Mittwoch, 25. Februar wird das Buch "EIN STÜCK HEIMAT. Lina Kast. Leben | Gedichte | Zeichnungen." aus der Druckerei angeliefert. .... und die Vorbereitungen für die Ausstellung läuft auf hochtouren. Wir haben noch so einiges zu tun. Aber es macht auch viel Spaß. Wir freuen uns auf die Veranstaltung.
23.02.2015 | Susanne.