
11. März 2026 | Fachwerkvortrag KönigsbachRecht gut besucht war unser Fachwerkvortrag am Sonntag. Nach einer kleinen (selbstverschuldeten) Irritation in der Werbung über den Beginn der Veranstaltung erläuterte die Vorsitzende mithilfe von Bildern die Anfänge des Fachwerkbaus und stellte fest, dass Königsbach keine Fachwerkbestände aus dem 15. Jahrhundert mehr hat. Das älteste Fachwerkhaus sei der sogenannte „Neue Bau“ in der Wössingerstraße, dessen Traufseite massiv hochgemauert wurde und früher auch aus Fachwerk bestand. Sie vermutete anhand von Größe und Ausführung des Hauses, dass es eines der sieben „Freihäuser“ in Königsbach war. Wenn man genau hinschaut, sieht man noch die Verzierungen der Balken im Dachgeschoss.
Das zweitälteste Fachwerk im Ort ist das „Malerhaus“ in der Steiner Straße, das aktuell den Besitzer gewechselt hat und renoviert wird. Nach weiteren Häuserbeschreibungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit Augenmerk auf viele Details und einer Pause, in der sich die Besucher mit Kaffee und Kuchen versorgen konnten, kam das Highlight des Vortrages: Das Königsbacher Rathaus. Viele wussten nicht, dass es früher über eine „offene Ecke“ verfügte, noch heute erkennbar am Bruch des Fachwerks. Und unbekannt für viele war auch, dass zur Jahrhundertwende Pläne existierten, das Rathaus abzureißen und zusammen mit einem Schulanbau neu zu errichten. Was immer diese Pläne verhinderten – wahrscheinlich war es Geldmangel – heute sind wir sehr dankbar dafür.
Weitere Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert folgten und auch die Erkenntnis, dass Inschriften nicht unbedingt etwas über das Baujahr der Häuser aussagen, sondern oft von Umbauten stammen. Am Ende des Vortrages, der übrigens komplett im Königsbacher Dialekt gehalten wurde, stimmten die Teilnehmer der Vorsitzenden zu als sie sagte: „Ihr werdet beim Spaziergang durch den Ort die Häuser jetzt mit ganz anderen Augen ansehen“.
Veranstaltungsort: Evangelisches Gemeindehaus Königsbach | Kirchstraße 5 | 75203 Königsbach-Stein.
Beginn: 14:30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Kaffee und Kuchen wurden angeboten.










Bericht aus der Jahreshauptversammlung am Freitag, 27. März.
Unsere kurze – und kurzweilige – Jahreshauptversammlung war sehr gut besucht. Nach Begrüßung und Vorlesen der Tagesordnung wurde die Beschlussfähigkeit festgestellt. Danach folgte das Gedenken an unser verstorbenes Mitglied Waltraud Kasper mit einer Gedenkminute.
Der Verein hat aktuell 88 Mitglieder, wobei ein Mitglied verstorben und eines aus Altersgründen ausgeschieden ist, aber auch ein Neumitglied ist zu verzeichnen. Die Vorsitzende rief das Vereinsjahr 2025 nochmals in Erinnerung, welches zwar nach außen ruhiger war als das Jahr zuvor, wo aber im Hintergrund viel Recherche geleistet wurde. Das Anwachsen der historischen Datenbank bezifferte sie auf rund 11.000 Datensätze und sie entschuldigte sich dafür, dass noch immer Fotos auf die Einpflege warten. Die Vorsitzende bemängelte die geringe Besucherzahl in den Fototreffs und wies auf den großen Aufwand für die Vorbereitung der Treffs hin, was zusätzlich zur räumlichen Entfernung geschultert wird. Daher wurden die Treffs auf einmal pro Monat reduziert. „Es wäre sehr schade, diese ganz aufgeben zu müssen, denn wir haben bisher viele unserer Informationen über den Fototreff bezogen.”
Schatzmeister Willi Tilger präsentierte die durchaus erfreulichen Zahlen der Vereinskasse und den guten Verkauf unseres Kalenders. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Schatzmeister eine vorbildliche Kassenführung und es folgte die Entlastung des Gesamtvorstandes.
Bei der Wahl des Teilvorstandes unter Regie des Bürgermeisters wurden der stellv. Vorsitzende Peter Seiter, Beirat Monika Meisenbacher und Kassenprüferin Marion Frank einstimmig wiedergewählt. Neu hinzugewählt wurde Ramona Gräßle als Schriftführerin. Herzlich willkommen im Vorstand. Dann folgten die Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft für Eveline und Jürgen Dill, Joachim Schuster sowie Peter und Evita Seiter. Außer einer Urkunde wurden den Geehrten jeweils noch Geschenk überreicht.
Der Ausblick auf die Vorhaben für 2026 beinhaltete u.a. das Sommerfest am 5. Juli und als Höhepunkt der Vereinsjahrs ein Mundartabend am 7. November. Anträge wurden keine eingereicht. Unter dem Punkt Verschiedenes erläuterte Peter Seiter den Stand der ausstehenden Beschilderung der Sehenswürdigkeiten im Ort und mahnte eine Ausführung noch in diesem Jahr an. Nach dem offiziellen Ende der JHV erzählte die Vorsitzende noch interessante Details aus dem Weltkriegsprojekt, u.a. von der Kontaktaufnahme eines Hinterbliebenen des Lancaster-Absturzes im Februar 2044.
Veranstaltungsort: Hotel Krone | Königsbacher Straße | 75203 Königsbach-Stein.
Beginn: 19:00 Uhr, Ende 20:00 Uhr








Frei nach dem Motto: Wer das ganze Jahr „am Schaffe isch“, der kann auch richtig feiern. Gemütlich zusammensitzen bei Bratwurst oder Schnitzel, bei Kaffee und Kuchen – das gesellige Beisammensein steht an diesem Fest im Vordergrund.
Wir haben einen ausgedienten Lautsprecher der ehemaligen Ortsrufanlage wiederbelebt, haben keine Kosten und Mühen gescheut, ihn wieder funktionstüchtig zu machen. Er wird – wie im letzten Jahr – beim Sommerfest wieder erschallen! Nicht nur die altbekannte Fanfare zu Beginn der Durchsage wird erklingen, sondern Sie hören auch einen Teil der originalen Durchsage von Bürgermeister Hans Ruf vom Dezember 1966. Lassen Sie sich diese nostalgische Erinnerung nicht entgehen.
Veranstaltungsort: Vereinshäusle Historischer Kindergarten | Mühlstraße 4 | 75203 Königsbach-Stein.
Beginn: 11:00